Français – Español ?

Französisch oder Spanisch als 3. Fremdsprache?

 

Seit dem Schuljahr 2010/2011 können Achtklässler an unserer Schule, nach Englisch und Latein bzw. Französisch, Spanisch als dritte Fremdsprache lernen. Diese Möglichkeit, also mit E, F und Spanisch drei moderne Fremdsprachen zu lernen, gibt  es im Umkreis bisher nur am Joseph-Bernhart-Gymnasium. Der Unterricht läuft in Spanisch im Wesentlichen wie in den anderen modernen Sprachen ab, wobei in der dritten Fremdsprache natürlich ein höheres Lerntempo vorgegeben wird als   in den beiden ersten. In den vergangenen Jahren zeichnete sich leider ab, dass Schülerinnen und Schüler immer seltener Französisch als dritte Sprache wählen. Dennoch stellt sich die Frage: Worin unterscheidet sich nun das Lernen von Französisch und Spanisch?

Beide sind romanische Sprachen, d.h. sie haben „viel“ Grammatik, deren Beachtung aber auch immer zu richtigen Ergebnissen führt. Und beide sind in ihrer Grundstruktur recht ähnlich, so dass Spanisch und Französisch sich beim Lernen auch gegenseitig „stützen“. Beschäftigt sich ein Französisch-Lerner am Anfang intensiv mit der (im Gegensatz zum  Englischen aber auch sehr geregelten) Schreibung der Wörter, so stellt dies im Spanischen kein großes Problem dar. Ein Spanisch-Schüler hat aber dafür, ähnlich wie im Lateinischen, deutlich mehr Verbformen zu lernen. Keine der beiden Sprachen kann daher als „leichter“ oder „schwerer“ bezeichnet werden.

Die Frage, welche Sprache wichtiger für das spätere Leben ist, kann man nicht eindeutig beantworten. Spanisch ist selbstverständlich zentral in Lateinamerika, in den USA und natürlich im Spanienurlaub. Französisch hingegen ist auf europäischer Ebene nach wie vor neben Englisch die wichtigste Sprache und sollte von jedem beherrscht werden, der z.B. etwas mit der EU zu tun hat.

Und welche der beiden romanischen „Schwestern“ die schönere ist, das muss jede/r für sich entscheiden!

 

Alors à bientôt ! ¡Hasta luego!

Fachschaft Französisch (Stammpersonal 2020)

 

Brendel Benedikt, StR, F/Sp

Dyck Christine, OStRin, F/E

Heim Thomas, StR, F/E

Janker Johanna, OStRin, F/E

Lingg Carolin, StR, F/Sp

Reif Josef, OStD, F/L

Dr. Studeny Doris, StDin, F/D/Sp, Fachbetreuung

… und fast in jedem Schuljahr bekommen wir Unterstützung durch ReferendarInnen, die uns aber leider immer bald  verlassen.

An unserer Schule werden im Fach Französisch folgende Lehrwerke verwendet (ab Schuljahr 2020/21):

Klasse 6

Découvertes 1, Klett-Verlag, mit grammatischem Beiheft

Klasse 7

Découvertes 2, Klett, mit grammatischem Beiheft

Klasse 8/Franz. 2. FS

Découvertes 3, Klett, mit grammatischem Beiheft

Klasse 8/F3

Cours intensif 1, Klett

Klasse 9/F2

À plus 4, Cornelsen-Verlag, mit grammatischem Beiheft

Klasse 10/F2

À plus 5, Cornelsen, mit grammatischem Beiheft

Klasse 11und 12

 

Horizons (neu), Klett

In den Klassenstufen 6-10 muss von den Schülern zusätzlich das Arbeitsheft (cahier d’activités) gekauft werden.

Frankreich-Austausch

Seit einer Reihe von Jahren schon hält unsere Schule engen Kontakt zur Partnerschule in Isbergues im Département Nord  (Ja, richtig, bei den „Ch’tis“…), einer touristisch bei uns wenig bekannten, aber dennoch sehr interessanten Gegend. Die Schule von Isbergues, das ungefähr so groß ist wie Türkheim, ist ein collège – in etwa unseren Klassen 6-9 entsprechend. Deshalb richtet sich unser Austausch in erster Linie an die Schüler der 8. und 9.Klassen. Abwechselnd mit dem Polen-Austausch fahren wir alle zwei Jahre für eine Woche nach Frankreich, meist im November, und die Franzosen besuchen uns dann im April.

Wir fahren mit dem Bus über Paris, wo wir einen Tag herumlaufen und staunen können, nach Isbergues zu den Gastfamilien. Dort steht nicht nur der Besuch der dortigen Schule auf dem Programm, sondern auch eine Fahrt ans Meer, Stadtbummel in Lille sowie andere gemeinsame Unternehmungen mit unseren Partnern. Und natürlich sollen unsere Schüler auch einen kleinen Eindruck vom täglichen Leben in Frankreich bekommen und an diesem mit Hilfe ihrer Französischkenntnisse teilnehmen.

Wenn die Franzosen dann uns besuchen, zeigen wir ihnen „Highlights“ unserer Region: Es geht ins Allgäu und nach Neuschwanstein, aber auch nach München, ins Bayern-Stadion oder die Bavaria-Filmstudios.

Interessiert? Wir freuen uns!

Die Französischlehrer

 

Informationen zum nächsten Austausch im Schuljahr 2021/22

Liebe Schüler, sehr geehrte Eltern,

im Schuljahr 2021/22 soll wieder ein Austausch mit dem Collège in Isbergues/Nordfrankreich stattfinden, der sich in an die Französischlerner der 8. und 9. Klassen richtet. Wir werden rechtzeitig Ihre Kinder fragen, ob sie mitkommen möchten, und wir hoffen natürlich, dass die Fahrt so gut gelingt wie bei den letzten Malen. Voraussichtlich fahren wir im November für eine Woche nach Frankreich und unsere Partner kommen uns im April besuchen.

A bientôt alors

Dr. Doris Studeny

Mündliche Prüfungen in Französisch

Liebe Eltern der Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 und 9,

die Fachschaft Französisch möchte Sie über eine Besonderheit im Unterrichtsprogramm Ihrer Kinder informieren. Wie Sie sicher schon wissen, betonen die Lehrpläne aller modernen Fremdsprachen die Wichtigkeit des mündlichen Sprachgebrauchs. Schon seit Jahren kann dieser auch bei der Gewichtung der Noten stärker berücksichtigt werden bzw. ist dies sogar verpflichtend.

Die Fachschaft Französisch und die Lehrerkonferenz unserer Schule haben daher beschlossen, gemäß GSO § 44(2) in den Jahrgangsstufen 7 und 9 jeweils eineSchulaufgabe durch eine mündliche Prüfung zu ersetzen.

Wie an zahlreichen anderen Gymnasien und auch bei uns seit Jahren bereitspraktiziert, werden die Schülerinnen und Schüler jeweils zu zweit geprüft, was einen Dialog zwischen ihnen ermöglicht und die Redezeit der Lehrkraft stark reduziert. Diese Prüfungen können vor- und nachmittags stattfinden und dauern pro Schülerpaar 10 bis 15 Minuten.

Wie die Erfahrungen gezeigt haben, wird durch diese Umgewichtung die„Rechtschreib- und Grammatiklastigkeit“ der Französischnote abgeschwächt – zu Gunsten der kommunikativen Aspekte des Fremdsprachenunterrichts. Dies kann Schülerinnen und Schülern, die im schriftlichen Sprachgebrauch Schwierigkeiten haben, bei entsprechendem mündlichen Einsatz sehr wohl zugute kommen.

Für weitere Fragen zu diesem Thema stehen Ihnen die Französischlehrer selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Dr. Doris Studeny (Fachbetreuerin Französisch)